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Bauindustrie 4.0: Startups erleichtern Digitalisierung am Bau

Bauindustrie 4.0: Startups erleichtern Digitalisierung am Bau

7 Startups stellten sich dem Vorstand und Beirat des Bayerischen Bauindustrieverbandes vor.

Welche der Geschäftsmodelle nutzen der Bauindustrie?

Bauindustrie meets Startups

Unter diesem Motto kamen am 4. Dezember sieben Münchner Bau-Startups mit den Mitgliedern des Vorstandes und Beirates des Bayerischen Bauindustrieverbandes zusammen. Die Gründer adressierten im Rahmen ihrer Präsentationen Innovationspotenziale und stellten digitale Konzepte vor, die wichtige Teillösungen für die Bauindustrie bieten könnten. „Die Bayerische Bauindustrie möchte sich stetig weiterentwickeln und deshalb ist es uns wichtig in den Dialog zu treten, auch und gerade mit jungen Menschen – den Digital Natives“, erklärte Dipl.-Ing. Josef Geiger, Präsident des Bayerischen Bauindustrieverbandes, zum Einstieg. Geiger legte dar, wie bedeutsam eine enge Zusammenarbeit mit den Startups für die Bauunternehmen sei. Die Veranstaltung bot den Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe. 

Keynote vom ALASCO-Gründer

Sebastian Schuon, Gründer von ALASCO, gab mit seiner Keynote „Alte Herausforderungen digital lösen“ interessante Einblicke in sein junges Unternehmen. Intelligente Dashboards, nachvollziehbares digitales Echtzeit-Reporting, smartes Controlling und Kostenverteilung: dies sind nur einige der Funktionen und Services, die Schuon in seinem Unternehmen anbietet. ALASCO steht für digitale Möglichkeiten, die dabei helfen sollen, den Bauablauf effizienter zu gestalten. Er stellte am Ende seines Vortrages die aktuellen Herausforderungen der Branche zusammen und erklärte, wie er mit ALASCO durch Software und Technologie das Bauen verbessern möchte. 

Pitch-Session mit 6 Startups

Genauso schwungvoll ging es weiter, als im Zuge der Pitch-Session folgende 6 Startups ihre Geschäftsmodelle vorstellten.

  1. CAALA ist ein Münchner Software- und Beratungsunternehmen, das mittels eines „One-Stop-Shop“-Ansatzes die Energieeffizienz im Bausektor steigert und für mehr Klimaneutralität sorgt. Die CAALA Software ermöglicht nämlich eine energetische Vordimensionierung in der Entwurfsphase, mit Hilfe derer sich Bauunternehmen hinsichtlich Ökobilanz, Energiebedarf und Energieeinsparverordnung orientieren und so Bauprojekte energieeffizient planen können.
  2. CAPMO will einen Beitrag leisten, den Bauprozess zu digitalisieren. Die cloudbasierte Lösung ermöglicht es über den Desktop und die App, Baumängel und -fortschritte in digitalen Plänen zu erfassen. So werden alle Baudokumente und -protokolle digitalisiert und ermöglichen so eine übersichtlichere Dokumentation. Gleichzeitig wird eine schnellere und effizientere Zusammenarbeit am Bau durch digitale Protokollierung und Datenübertragung gefördert.
  3. CORRUX bietet eine robuste Analyseplattform und IoT-Services für die Auswertung von Maschinendaten. Ein zentraler digitaler Trend, den sich CORRUX zu Nutzen macht, ist die KI-Datenauswertung. Mit Hilfe dieser wird der Einsatz von Baumaschinen optimiert und in der Konsequenz besser ausgelastet.
  4. KEWAZO ist ein High-Tech-Startup und ein Pionier in Baurobotik aus München. KEWAZO schafft robotische Lastenaufzüge, sogenannte „Liftbots,“ für Baustellen und Industrieanlagen, um den autonomen Materialtransport zu ermöglichen. Mit Hilfe der Liftbots ist es Bauunternehmen möglich, hohe Produktivitätszuwächse zu generieren. Gleichzeitig können Bauunternehmen hierdurch Bauprojekte flexibler und zeiteffizienter gestalten.
  5. SKILLARY ist datengetriebenes Recruiting für das Built Environment. Sie vernetzen Architekten, Ingenieure und am Bau beteiligte Firmen. Das Skillary Qualifizierungsframework ermöglicht Fähigkeiten und Qualifikationen von Talenten standardisiert abzufragen und darzustellen, wodurch aussagekräftige Vergleiche gezogen werden können. Über die Matching-Funktion werden Talente und Arbeitgeber mit Übereinstimmungen in Bezug auf Qualifikation, Fachwissen, Spezialisierung und gewünschte Arbeitsumgebung identifiziert und vernetzt.
  6. WIEBLEBUB möchte mit dem Produkt IPSS (Intellectual Property Security Service) die IP-Branche digitalisieren. Eine Web-App bietet die Möglichkeit, elektronische Dokumente mit einem unveränderbaren Blockchain-Zeitstempel zu versehen. Im Rahmen der Web-App können innovative Ideen mit anderen geteilt werden. Der Blockchain-Stempel dokumentiert schließlich die Urheberschaft. So fördert WIEBLEBUB die Allianzenbildung und Vernetzung von Nutzern, um gemeinsam Bauideen und -projekte zu verwirklichen.

Wertvoller Austausch

Der Präsident des Bayerischen Bauindustrieverbandes, Dipl.-Ing. Josef Geiger, war am Ende der Pitch-Session fasziniert von der Herangehensweise der jungen Startup-Unternehmen und deren Ideen zur Unterstützung des digitalen Wandels in der Bauindustrie. Die Sichtweisen der Digital Natives seien oft ganz anders und schaffen wertvolle neue Perspektiven. Sie boten spannende Betrachtungsweisen für alle Anwesenden und seien zugleich ausgereift und praxisnah. Die Pitch Session traf auf positive Resonanz und lieferte entsprechend für jeden interessante Denkanstöße und unkonventionelle Ideen. Auch für die Startups stellte der Abend einen vollen Erfolg dar; so konnten sie im Rahmen der Vorstands- und Beiratssitzung wichtige Kontakte für eine potenzielle Zusammenarbeit knüpfen. Den Abschluss des Abends bildeten Statements der Gründer vor dem Plenum, an die eine Fragerunde anschloss.