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Weichen für bezahlbares Wohnen stellen

Verlässlich. Nachhaltig. Fair.

Gemeinsame Forderungen von VdW Bayern und BBIV

Bezahlbares Wohnen ist kein Wunsch, sondern eine Voraussetzung für einen starken Wirtschaftsstandort Bayern.

Die bayerische Bauindustrie und die Wohnungswirtschaft übernehmen Verantwortung. Sie verfügen über Erfahrung, Investitionsbereitschaft und Umsetzungskompetenz. Was jetzt fehlt, sind verlässliche Rahmenbedingungen, damit wieder deutlich mehr bezahlbare Wohnungen entstehen können.

Der Wohnungsmarkt in Bayern steht unter enormem Druck: Die Baukosten sind hoch, Genehmigungsverfahren dauern zu lange und die Fertigstellungszahlen gehen zurück. Gleichzeitig wachsen Bevölkerung und Zahl der Haushalte.

Es braucht deshalb jetzt mutiges Handeln – für mehr Wohnungsbau, mehr Investitionen und mehr bezahlbaren Wohnraum.

„Bezahlbares Wohnen ist kein Wunsch, sondern eine Voraussetzung für einen starken Wirtschaftsstandort Bayern. Bauindustrie und Wohnungswirtschaft stehen bereit. Jetzt braucht es politische Rahmenbedingungen, die Investitionen wieder ermöglichen statt verhindern.“

Hans Maier, Verbandsdirektor VdW Bayern

„Wer mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen will, muss das Bauen wieder einfacher machen. Schnellere Genehmigungen, weniger Regulierung und der konsequente Einsatz industrieller und modularer Bauweisen sind der Schlüssel, um den Wohnungsbau in Bayern wieder in Schwung zu bringen.“

Thomas Schmid, Hauptgeschäftsführer BBIV

Der Wohnungsbau in Bayern braucht einen Neustart

Die Zahlen zeigen den Handlungsdruck:

25 Mrd. €

investiert die bayerische Wohnungswirtschaft

In den vergangenen zehn Jahren flossen rund 25 Milliarden Euro in Neubau und Wohnungsbestand.

70.000

Wohnungen werden jährlich benötigt

2025 wurden in Bayern jedoch nur 47.359 Wohnungen fertiggestellt – 13,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

22.600

Wohnungen fehlen jedes Jahr

Zwischen dem jährlichen Bedarf und den tatsächlichen Fertigstellungen klafft eine erhebliche Lücke.

Bis zu 50 %

des verfügbaren Einkommens

So hoch kann die Wohnkostenbelastung bei Neuverträgen in München ausfallen.

3,6 Mrd. €

für die Wohnraumförderung

Die Fördermittel des Freistaats sind auf Rekordniveau. Doch Förderung allein kann den Wohnraummangel nicht lösen.

285

Gemeinden und Kommunen

In Bayern gelten 285 Gemeinden und Kommunen als Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt.

10 Forderungen für mutiges Handeln

1. Bauturbo umsetzen

Kommunen müssen schneller Bauland schaffen. Das Umsetzungslabor des Bundes braucht eine landesspezifische Ergänzung, um vorhandene Flächen smarter und effizienter zu nutzen.

2. Soziale Bodennutzung ausgewogen weiterentwickeln

Die soziale Bodennutzung hat sich bewährt. Sie muss aber so ausgestaltet sein, dass sich Investitionen auch für privates Kapital weiterhin rechnen. Dafür müssen auch die Kommunen ihren Beitrag leisten.

3. Konzeptvergabe statt Höchstpreis

Bei der Vergabe kommunaler Grundstücke sollte nicht der höchste Preis entscheiden, sondern das beste Konzept. Die Gegenleistung: mehr bezahlbare Wohnungen.

4. Gebäudetyp-e rechtssicher machen

Einfacher und kostengünstiger bauen – ohne Abstriche bei Sicherheit und Gesundheit. Die Eckpunkte des Bundes müssen zeitnah gesetzlich umgesetzt werden, auch für Verträge mit Mieterinnen und Mietern.

5. Steuerliche Investitionsanreize schaffen

Mehr Wohnungsbau braucht mehr privates Kapital. Steuerliche Anreize können zusätzliche Investitionen mobilisieren – auch in den Bau bezahlbarer Wohnungen.

6. Industrielles und modulares Bauen stärken

Serielle und modulare Bauweisen bieten erhebliche Potenziale, um schneller und kostengünstiger zu bauen. Diese Potenziale müssen auf breiter Basis genutzt werden.

7. Moderne Vergaberegeln schaffen

Modulares und serielles Bauen funktioniert wirtschaftlich vor allem über Skaleneffekte. Deshalb müssen Gesamt- und Losvergabe gleichberechtigt möglich sein.

8. Wohnraumförderung verlässlich und planbar gestalten

Rekordfördermittel allein lösen den Wohnraummangel nicht. Entscheidend sind transparente Förderbedingungen, verlässliche Bewilligungen und ausreichend ausgestattete Programme.

9. Planungs- und Genehmigungsverfahren digitalisieren und beschleunigen

Digitale Verfahren und verbindliche Fristen können den Wohnungsbau deutlich beschleunigen und Kosten reduzieren.

10. Bestand im Blick behalten

Auch der bestehende Wohnraum muss erhalten und weiterentwickelt werden. Dafür braucht es eine verlässliche Sanierungsförderung und beim Klimaschutz einen Fokus auf tatsächliche Emissionseffizienz statt auf starre Einzelvorschriften.

Jetzt die Weichen stellen.

Für mehr bezahlbaren Wohnraum.
Für mehr Investitionen.
Für einen starken Wirtschaftsstandort Bayern.

VdW Bayern und BBIV fordern verlässliche, nachhaltige und faire Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau. 

Denn bezahlbares Wohnen entsteht nicht von allein. Es braucht politischen Mut, wirtschaftliche Vernunft und bessere Rahmenbedingungen.

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