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Auditierungssysteme von ICG und EMB positiv bewertet

Auditierungssysteme von ICG und EMB positiv bewertet

Will sich ein Unternehmen langfristig erfolgreich am Markt behaupten, führt heute an Compliance Management und einer werteorientierten Führungskultur kein Weg mehr vorbei

„Will sich ein Unternehmen langfristig erfolgreich am Markt behaupten, führt heute an Compliance Management und einer werteorientierten Führungskultur kein Weg mehr vorbei“, äußerten vor kurzem gemeinsam Richard Weidinger, Vorsitzender des EMB-Wertemanagement Bau e.V. (EMB), und Thomas Zinnöcker, Vorsitzender des Instituts für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft e.V. (ICG). Anlass für dieses gemeinsame Statement ist die aktuelle Veröffentlichung des Forschungsberichts „Compliance Management und Unternehmensethik in der Bauwirtschaft“. Dieses Forschungsvorhaben wurde im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung vom BWI-Bau Institut der Bauwirtschaft, Düsseldorf, in der Zeit von Herbst 2016 bis Sommer 2018 durchgeführt.

„Eine Branche mit vielen tausend Akteuren kämpft gegen den Reputationsverlust durch das Fehlverhalten Einzelner. Es war höchste Zeit, dass dieser aktuelle Forschungsbericht die erfolgreichen Aktivitäten der beiden Wirtschaftszweige für eine rechtstreue und wertebasierte Unternehmenskultur aufzeigt“, so Weidinger weiter.

Obwohl der EMB-Trägerverein bereits 1996 ins Leben gerufen worden ist und auch das ICG auf ein mehr als 16-jähriges Bestehen verweisen kann, scheinen erst jetzt diese beiden Initiativen und ihr wertebasiertes Compliance Management-System in der Bau- und in der Immobilienwirtschaft in den Fokus von Politik, Verwaltung und Rechtsprechung zu gelangen. Bester Beleg hierfür ist die positive Bewertung der Systeme beider Organisationen im genannten Forschungsbericht. „Der Erfolg beider Managementsysteme beruht – wie der Forschungsbericht eindrucksvoll belegt – auf deren wirtschaftsethischer Grundausrichtung“, führt Zinnöcker weiter aus. Beide Initiativen setzen auf die Elemente Kodifizierung, was die Schaffung einer schriftlich niedergelegten, verbindlichen Unternehmenskultur voraussetzt. Ferner müssen sich die Mitglieder beider Trägervereine zur Einhaltung konkreter Verhaltensstandards, insbesondere zur strikten Ablehnung rechtswidriger Verhaltensweisen im Unternehmen, verpflichten. Schließlich sehen beide Managementsysteme die Durchführung externer Auditverfahren vor. Erst das erfolgreich absolvierte Audit ist das „Qualitätssiegel“ für praktizierte Rechtstreue, Werteorientierung und Integrität im Unternehmen.

„Unsere beiden Brancheninitiativen haben bisher eher unabhängig voneinander agiert, doch weist der Forschungsbericht auf wichtige Gemeinsamkeiten hin, die uns über mögliche partnerschaftliche Aktivitäten nachdenken lassen sollten. Wir könnten uns hier gut die gegenseitige Anerkennung der Auditierungen oder den Abschluss von Fair Business-Vereinbarungen vorstellen“, so die beiden Vorsitzenden abschließend.