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Sommerlaune im BaumanagerCamp

Sommerlaune im BaumanagerCamp
Damit alles auf Linie ist, prüft der Maurer die Steinhöhe seiner neuen Wand.

Das BaumanagerCamp 2015 stand ganz im Zeichen des Rekordsommers. Unter dem Motto „Chillout“ wurde in Nürnberg-Wetzendorf ein schattenspendendes Häuschen und ein Feuerschalenplatz mit Sitzgruppe errichtet. Auch in Stockdorf ging es ums Feuer: Hier bauten die Schüler eine Grillhütte im finnischen Stil aus.

Jeden Sommer schlüpfen Jugendliche für eine Woche in die Rolle des Baumanagers und erleben den Arbeitsalltag eines Bauingenieurs. Das Camp wird vom BBIV und bbw organisiert. Hunderte von Schülern haben bereits an dem Programm teilgenommen. Die Woche in den Bildungszentren Nürnberg-Wetzendorf und Stockdorf wird jedes Jahr neu geplant und bietet den Jungen und Mädchen nicht nur einen Muskeltest, sondern auch eine wichtige Erfahrung für die berufliche Orientierung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Grillen wie die Finnen

In Stockdorf bauten die Camp-Teilnehmer eine kleine Grillhütte im finnischen Stil aus. Die sogenannte Grillkota ist ein Häuschen mit Sichtmauerwänden und einem offenen Kamin. Eine bereits vorhandene Hütte sollte dafür optisch aufgewertet werden – ein klassisches Projekt für „Bauen im Bestand“. Für die Bauaufgabe gab es 6 Gruppen: Gerüstbauer, Maurer, Schreiner, Fußbodenleger, Fassadenbauer oder Dachdecker.

  • Teamwork ist alles auf der Baustelle.
  • Mörteln mit Kalksandstein.
  • Zu zweit klappt es schneller.
  • Verschrauben des Fußbodenrostes.
  • Einbringen der Sitzflächen.
  • Ausbilder Martin Rohmer prüft die eingebaute Fensterverkleidung.
  • Anreißen der Gradlinie auf der Dachfläche für den Zuschnitt der Schindeln.
  • Befestigung der Dachschindeln aus Bitumen.
  • Stolze Baumanager vor dem fertigen Grillhäuschen in Stockdorf.

Die Gymnasiaten verkleideten die Holzständerwände mit Holzleisten und belegten das Dach mit Bitumenschindeln. Innen statteten die Baumanager den Fußboden und die Sitzflächen mit Holzrosten aus. Es wurde vermessen, gemauert, gebohrt, gehämmert und überall kräftig mitgeholfen. Teamarbeit ist schließlich der Schlüssel auf der Baustelle – und eine der wichtigsten Lektionen im Camp.

Chillout-Projekte für Kindergarten und Sportverein

In Wetzendorf standen wieder zwei Projekte auf dem Programm. Für einen Kindergarten errichteten die Schüler ein Häuschen, in dem Eltern und Großeltern auf die Kleinen warten können, und einen Feuerschalenplatz mit Sitzgruppe für einen Sportverein. Zwei der Teilnehmer waren sogar letztes Jahr schon dabei. Die körperliche Arbeit ist in den Augen von Julia und Henry einfach besser, als am Computer zu sitzen – deshalb machten die beiden wieder mit beim BaumanagerCamp.

  • Der Bauleiter erklärt die Baupläne.
  • Einweisung erhalten, jetzt können wir loslegen.
  • An der Ständerbohrmaschine.
  • Einschalen der Wangen für die Sitzbänke.
  • Beton mischen, einbringen, verdichten und zum Schluss Abziehen mit dem Richtscheit.
  • Aufbau der ersten Seitenwand.
  • Der Unterbau ist fertig.
  • Das Richtfest kann kommen!

„Alles lief wie am Schnürchen“, lobt Claudia Eder, Leiterin Bautechnik am Zentrum in Nürnberg-Wetzendorf, „die Gruppe hat super zusammengeholfen und sich stark engagiert.“ Das kommt nicht von ungefähr: Einige der Jugendlichen spielen bereits mit dem Gedanken, ein Ingenieur- oder Architekturstudium zu beginnen. Da sei es ganz gut zu wissen, wie es auf einer Baustelle zugeht. Und genau darum geht es im BaumanagerCamp: In die Praxis hineinschnuppern und sich ein handfestes Bild von der künftigen Branche machen.