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Praxistag Bau 2.0 in Coburg

Praxistag Bau 2.0 in Coburg
Andreas Drösch von Markgraf erläutert den Bau des neuen Brose-Hauptquartiers vor Bauingenieurstudenten der HS Coburg in Bamberg.

Wellness im Büro und ein „dickes Ding“ im Gleisbau

Eine beeindruckende Tour erlebten am 14. Oktober die Erst- und Drittsemester des Studienganges Bauingenieurwesen der Hochschule Coburg. Auf Einladung des Verbandes konnten sie beim Praxistag Bau 2.0 gleich zwei herausragende Baustellen besichtigen.

Wellness im Büro: Broses neue Firmenzentrale in Bamberg

In Bamberg ging es zunächst zur neu entstehenden Firmenzentrale des Automobil-Zulieferkonzerns Brose. Dr. Detlef Bick, Leiter der Brose-Werksplanung, und Andreas Drösch von der ausführenden Firma Markgraf zeigten, wie Bodenplatten und Außenwände aus wasserundurchlässigem Beton („Weiße Wanne“) gebaut werden. Besonders spannend fanden es die Studenten zu sehen, dass auch bei einem Automobilzulieferer die Work-Life-Balance heute eine große Rolle spielt. „Die Mitarbeiter müssen wohl nur noch zum Schlafen nach Hause“, staunte ein Student beim Blick auf den entstehenden Freizeit- und Wellnesstrakt.

400-Tonnen-Gerät sorgt für blitzsaubere Gleise

Ein ganz anderes Kaliber kam bei der nächsten Baustelle zum Vorschein. Das 400 Tonnen schwere, über 100 Meter lange Spezialgerät, das von der Firma Joseph Hubert bei der Bahnsanierung zwischen Fürth und Burgfarrnbach im Einsatz ist, machte auf die Besucher mächtig Eindruck. Die Studenten staunten nicht schlecht, wie das „dicke Ding“ mit dem unaussprechlich langen Namen Hochleistungsbettungsreinigungsmaschine das komplette Gleisbett herausfräste und aufbereitete. Eine regelmäßige Reinigung des Schotterbettes am Gleis, der die Maschine ihren Namen verdankt, ist wichtig, damit eine Bahnstrecke wirtschaftlich instandgehalten werden kann. Bei der Grunderneuerung in Burgfarrnbach bringt Hubert einen ganzen Fuhrpark derartiger Großmaschinen zum Einsatz.

Johannes Specht von der Firma Joseph Hubert führt die Funktionsweise einer Bettungsreinigungsmaschine vor.

Alle Fragen erlaubt

Zum Schluss stellten die Jungsemester in einer offenen Runde Fragen an die vertretenen Bauunternehmen W. Markgraf (Bayreuth), Josef Rädlinger (Selbitz), AS-Bau (Hof) und Joseph Hubert (Nürnberg). Dabei ging es um die Abwägung zwischen Bachelor und Master, das Thema Work-Life-Balance und die Chancen für Frauen in der Bauindustrie. „Es ist für die Firmen und die Studenten gleich wichtig, dass wir uns so früh wie möglich kennenlernen“, zeigte sich Dr. Thomas Dick, Geschäftsführer der AS Bau, hocherfreut über die Neugier der Studenten. Gelegenheit dazu gibt es in Coburg jedes Jahr im Oktober.

Die nächsten Praxistage des BBIV:


  • 18. März 2015 an der TH Deggendorf
  • 25. März 2015 an der OTH Regensburg