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TU München verleiht Prof. Thomas Bauer die Ehrendoktorwürde

Verleihung Ehrendoktorwürde

TU München verleiht Prof. Thomas Bauer die Ehrendoktorwürde
Prof. Thomas Bauer und Prof. Wolfgang A. Herrmann mit der Urkunde zur Ehrenpromotion (Quelle: TUM / Ulrich Benz)
Die TU München hat dem Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Prof. Thomas Bauer, die Ehrendoktorwürde verliehen. Sie zeichnete damit Bauers herausragende Leistungen im Spezialtiefbau und den dazugehörigen Baumaschinen aus. TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann würdigte die Innovationskraft bei der Weiterentwicklung des Familienunternehmens BAUER zu einem Weltmarktführer.

Prof. Gerhard Müller, Dekan der TUM-Fakultät Bau Geo Umwelt: „Für unsere Studenten ist Thomas Bauer ein Vorbild.“

Thomas Bauer sei es gelungen, mit einer modernen Firmenkultur das Potenzial von Kreativität und Talenten freizusetzen, hob Prof. Gerhard Müller in seiner Lobrede hervor. Dies habe die Hebelwirkung für Innovationen verstärkt und auch den Erfolg des Unternehmens begründet. Zahlreiche patentierte Entwicklungen der BAUER AG, die in der Baupraxis erfolgreich implementiert werden, fußten auf Ideen von Thomas Bauer. Mit seinem visionären Blick habe er den Standort der Firma und auch die Reputation von Ingenieuren gestärkt. 

UM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann: „Es ist für die TU München eine Ehre, Thomas Bauer die höchste wissenschaftliche Auszeichnung zu verleihen.“

In seiner Laudatio erinnerte TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann an den Gründungsauftrag der Universität. Dieser bestehe nach den Worten des ersten TUM-Präsidenten Karl Max von Bauernfeind darin, „der industriellen Welt den zündenden Funken der Wissenschaft zu bringen“. Auch gehe es darum, junge Menschen zu inspirieren und Anregungen aus dem Umfeld in der Wissenschaft aufzugreifen. Thomas Bauer habe diesen Auftrag kraft seiner Persönlichkeit exzellent erfüllt. 

Prof. Thomas Bauer: „Innovationen brauchen den Mut, Ungewöhnliches zu denken.“

Prof. Thomas Bauer zeigte sich über die Auszeichnung der TU München sehr erfreut. Durch die langjährige Tätigkeit als Honorarprofessor an der Fakultät Bau Geo Umwelt, die er mit Begeisterung ausgeübt habe, fühle er sich der Universität stark verbunden und empfinde daher eine besondere Freude über die Ehrenpromotion. Der diplomierte Kaufmann sei nach der frühen Übernahme des Familienunternehmens BAUER zum Techniker „mutiert“. Technik sei Teil seiner Persönlichkeit, so der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

Prof. Gerhard Müller (Dekan der TU-Fakultät Bau Geo Umwelt), Prof. Thomas Bauer (Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie) und Prof. Wolfgang A. Herrmann (Präsident der TU München). (Quelle: TUM / Ulrich Benz)

Aus der Dankesrede von Prof. Thomas Bauer: „Innovationskultur in einem technikorientierten Bauunternehmen“

  • „Den Prozess der Innovationsentstehung so optimal wie möglich fördern und steuern.“ 
    Darin sieht Thomas Bauer die wichtigste Führungsaufgabe. Als Leiter des technisch höchst spezialisierten Baubetriebs BAUER habe er sich permanent um das Thema Technik gekümmert. Innovationen seien gleichwohl nicht die Sache eines Einzelnen, sondern keimten beim gemeinsamen Wirken in einem Unternehmen. Dafür seien Freiräume und ein sinnvolles Maß an Offenheit notwendig.
  • „Es muss der Führung gelingen, dass sich die Menschen im Unternehmen so verhalten, dass die meisten Vorgänge ohne Anweisung von oben, selbstständig im Sinne der allgemeinen Unternehmensstrategie, ausgeführt werden.“ 
    Diese Vorstellung einer selbststeuernden Organisation bezeichnete Bauer als sein Credo einer modernen Unternehmensführung. Eine selbststeuernde Struktur könne jedoch nur entstehen, „wenn es die Mitarbeiter wirklich selbst machen dürfen und nicht immer der Chef einschreitet, wenn er Fehler sieht oder es selbst anders machen würde. Lernen bedeutet, Fehler machen zu dürfen“, so Bauer. 
  • „Die Planung und Vorbereitung eines großen Bauvorhabens ist nichts anderes als Entwicklungsarbeit. Hier werden die meisten Ideen geboren, die das Knowhow einer Baufirma ausmachen.“ 
    Im Baubereich sei die Entwicklungsarbeit ganz nah am Markt, am Projekt. Jedes Produkt am Bau sei, so gesehen, ein Prototyp. Innovationen am Bau seien häufig die Folge von Problemlösungen, die einen Ausweg aus einer plötzlichen Katastrophenlage böten. 
  • „Mir hat immer die feste Überzeugung geholfen, dass nahezu jedes Problem einer technischen Lösung zugeführt werden kann.“ 
    Man müsse lediglich daran glauben, betonte Thomas Bauer. Die Welt produziere die Notwendigkeiten und Bedürfnisse – die Technik die Lösungen. Wichtig sei es, die Welt zu sehen und zu erkennen.