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Der Unternehmertag des Bayerischen Bauindustrieverbandes 2018

Der Unternehmertag des Bayerischen Bauindustrieverbandes 2018

Neben den Vorträgen von Josef Geiger, Präsident des Bayerischen Bauindustrieverbandes, Staatsministerin Ilse Aigner, MdL, und Alexander Dobrindt, MdB, drehte sich während des Unternehmertages am 25. und 26. April alles um das Thema „Digitalisierung in der Bauindustrie“

In der alten Staatsbank in München wurden die Mitgliedsunternehmen des Bayerischen Bauindustrieverbandes zur alljährlichen Mitgliederversammlung geladen.

Additive Fertigungsverfahren (3D-Druck), Building Information Modeling, Internet of Things, Fluid Morphology oder Indoor Mapping: Alles nur Marketingblasen oder bald Arbeitsalltag in deutschen Bauunternehmen?

Fakt ist: Der breite Einsatz von Technologien und digitalen Prozessen verändert künftig auch die Baubranche. Ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen erfordern in den nächsten Jahrzehnten nachhaltige und effiziente Baukonzepte. Die Baubranche steht demnach auch vor der Herausforderung, informationstechnisch qualifizierte Arbeitskräfte für den Bausektor zu gewinnen. So bilden innovative Betriebsabläufe die Basis für zukünftigen Unternehmenserfolg.

Auf dem diesjährigen Unternehmertag des Bayerischen Bauindustrieverbandes drehte sich alles um das Schwerpunktthema „Digitalisierung“. Dabei wurde eine Brücke geschlagen zwischen innovativen Forschungsprojekten der TUM, der Wirtschaft sowie der Bauindustrie Bayern.

Optisches Zentrum des Unternehmertages bildete der „Urban Micro Climate Canopy“ einem Gemeinschaftsprojekt von der Technischen Universität München und FibR GmbH aus Stuttgart. Der Canopy vereint robotisch gefertigte Faserkonstruktionen und natürlich wachsende Pflanzenstrukturen.
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Das Leonard Obermeyer Center der TUM zeigte, wie die Zukunft bei Verwendung von digitalen Planungstools (Building Information Modeling) am Beispiel eines Gebäudes am TUM Campus in Garching aussehen kann. In Kombination mit VR-Brillen war die künftige Planungswelt auch für Besucher „virtuell“ erlebbar. 
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Fluid Morphology: In Kombination mit digitalen parametrischen Planungswerkzeugen ist auch die Erforschung von robotischen Fertigungsverfahren besonders vielversprechend. Ein Beispiel der Technischen Universität München sind Kunststofffassaden (PETG) aus dem 3D-Drucker, die multifunktional und individuell für verschiedene Umweltparameter wie beispielsweise Sonnenstand und Klima angepasst werden können. 
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Von großem Interesse waren ebenfalls die additiven Fertigungsmethoden (3D-Druck) von Holzleichtbeton und Betonbauteilen. Mit additiven Verfahren können frei geformte Bauteile automatisch und ohne Einsatz von Formwerkzeugen hergestellt werden. Bei der Anwendung im Bauwesen lassen sich bspw. in Hinblick auf Statik und Bauphysik optimierte Tragwerks- und Hüllelemente fertigen und weitere Funktionen in die Bauteile integrieren. 
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Next generation Indoor Mapping: die Firma Navvis bietet Indoor-Navigationssysteme an, die Zentimeter-genaue Vermessung innerhalb Gebäuden liefert. Das Unternehmen aus dem TUM-Entrepreneurship-Center wurde gerade zu Münchens bestem Startup gekürt. Auf dem Unternehmertag führte NAVVIS mittels Virtual Reality Interface durch virtuelle Umgebungen.
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Der Baggersimulator der Firma BIK SIMULATION stellte das Konzept der neuen simulationsgestützten Ausbildung vor. Mit diesem Simulator kann nicht nur die Bedienung, sondern auch die sichere Handhabung diverser Baugeräte durch seine modulare Variabilität erlernt werden. So kann man in kürzester Zeit und sehr einfach verschiedene Geräte wie den Kettenbagger, Mobilkran oder den Turmdrehkran durch das Wechseln der Steuerungen darstellen. 
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Die Deutsche Bahn zeigte mittels 3D-Modellen, wie die 2. S-Bahn Stammstrecke bis 2026 erweitert und in Betrieb genommen werden soll. Die 2. Stammstrecke wird dringend benötigt, denn nur mit ihr kann die Entwicklung des ÖPNV mit der Entwicklung der Metropolregion Münchens Schritt halten.
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Die Forschungsprojekte der Technischen Universität München sowie die Exponate der Unternehmen führten zu regen Diskussionen mit Firmeninhabern und Gästen bezüglich möglicher kommerzieller Anwendungen, der Dauerhaftigkeit von neuen Materialen oder auch der Kosten für bestimmte Herstellungsmethoden.

Die fortlaufende Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und der Bauindustrie trägt wesentlich zur Innovations- und Zukunftsfähigkeit der Bayerischen Bauindustrieunternehmen bei. Der Unternehmertag des Bayerischen Bauindustrieverbandes bot dafür die perfekte Gelegenheit.