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Tag der Deutschen Bauindustrie 2026

Deutschlands Infrastrukturpolitik auf dem Prüfstand

Ein Jahr nach dem Start des Kabinetts Friedrich Merz und dem Beschluss des Sondervermögens stand beim Tag der Deutschen Bauindustrie 2026 die zentrale Frage im Mittelpunkt: Wo wurden bereits wichtige Fortschritte erzielt – und wo braucht Deutschland mehr Tempo bei Infrastruktur, Wohnungsbau und Modernisierung?

Zukunft des Standorts Deutschland

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bauindustrie diskutierten in Berlin über die Zukunft des Standorts Deutschland, notwendige Infrastrukturinvestitionen sowie die Herausforderungen beim Wohnungsbau und der Fachkräftesicherung.

Zu den Höhepunkten des Tages zählten die Keynotes von Verena Hubertz, Patrick Schnieder, Lars Klingbeil sowie Karsten Wildberger.

Erheblicher Handlungsbedarf

Im Mittelpunkt der Gesprächsrunden standen resiliente und klimafreundliche Gebäude, Infrastrukturinvestitionen als Standortfaktor, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, Wohnungsbau und industrielle Bauverfahren, Fachkräftemigration sowie Digitalisierung und Staatsmodernisierung.

Die Hauptverband der Deutschen Bauindustrie zog dabei eine differenzierte Zwischenbilanz zum ersten Regierungsjahr. Viele wichtige Vorhaben seien angestoßen worden, bei der konkreten Umsetzung bestehe jedoch weiterhin erheblicher Handlungsbedarf.

Vom Ankündigungs- in den Umsetzungsmodus wechseln

Olaf Demuth betonte, dass Deutschland jetzt vom Ankündigungs- in den Umsetzungsmodus wechseln müsse. Besonders bei Infrastrukturmodernisierung, Wohnungsbau und Fachkräftesicherung brauche es klare Entscheidungen, verlässliche Finanzierung und schnellere Verfahren.

Auch der Bayerischer Bauindustrieverband sieht dringenden Handlungsbedarf. Aus Sicht des Verbandes braucht es vor allem Planungssicherheit, beschleunigte Genehmigungen und verlässliche Investitionen in Infrastruktur und Wohnungsbau.

Verfahren müssten deutlich schneller umgesetzt werden

Der Verband begrüßt die politischen Zielsetzungen der Bundesregierung, mahnt jedoch an, dass die Unternehmen nun spürbare Fortschritte auf den Baustellen erwarten. Insbesondere die Modernisierung der Verkehrswege, die Belebung des Wohnungsbaus sowie die Vereinfachung von Verfahren müssten deutlich schneller umgesetzt werden.

Hohe Kosten, Fachkräftemangel und langwierige Genehmigungsprozesse

Zugleich verweist der Verband auf die angespannte Situation vieler Bauunternehmen: Hohe Kosten, Fachkräftemangel und langwierige Genehmigungsprozesse erschweren weiterhin Investitionen und Projektumsetzungen. Um den Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten, brauche es daher einen klaren politischen Gesamtansatz statt vieler einzelner Maßnahmen.

Der Tag der Deutschen Bauindustrie 2026 machte deutlich: Die Herausforderungen sind bekannt — jetzt entscheidet die Geschwindigkeit der Umsetzung über die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland.

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