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Serielles und modulares Bauen: schneller, effizienter, nachhaltiger
Kooperationsveranstaltung von vbw und Bayerischem Bauindustrieverband zeigt Potenziale moderner Bauweisen auf
Wie kann Bauen schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Kooperationsveranstaltung „Serielles und modulares Bauen“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und des Bayerischen Bauindustrieverbandes e. V. am 27. Juli 2026 in München. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Baupraxis diskutierten die Chancen industrieller Fertigungskonzepte für den Wohnungsbau sowie für die Infrastruktur.
Mehr Tempo und Effizienz durch industrielle Fertigung
Serielle und modulare Bauweisen bieten große Potenziale, um dringend benötigten Wohnraum schneller zu schaffen und gleichzeitig den Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur effizienter zu gestalten. Standardisierte und vorgefertigte Bauelemente ermöglichen kürzere Bauzeiten, eine bessere Planbarkeit sowie einen ressourcenschonenderen Einsatz von Materialien – bei hoher und verlässlicher Ausführungsqualität.
Die Bauindustrie bietet die passende Lösung
Thomas Schmid, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Bauindustrieverbandes e. V., betonte: „Der überwiegende Teil der von der heutigen Bauwirtschaft erstellten Gebäude sind nach wie vor Unikate, individuell entworfen und gebaut wie vor 50 Jahren. Angesichts der Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt und bei der Infrastruktur müssen wir die Chancen industrieller Fertigung stärker nutzen. Mit modularen und seriellen Bausystemen stellt die Bauindustrie eine umfassende Toolbox zur Verfügung, mit der Kosten und Bauzeiten wirksam reduziert und gleichzeitig Qualität und Nachhaltigkeit verbessert werden können.“
Potenziale für Wohnungsbau und Infrastruktur
Auch vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt unterstrich die Bedeutung neuer Fertigungskonzepte: „Nicht nur zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum ist der Einsatz von industriellen Verfahren sinnvoll und effizient. Auch im Straßenbau oder beim Bau von Schienenwegen, Brücken und Kasernen lässt sich mit standardisierten Bauweisen schneller, kostengünstiger und ressourcenschonender bauen, sanieren und instandhalten.“
Politik und Bauwirtschaft gemeinsam gefordert
Der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter MdL, hob hervor, dass serielle und modulare Bauweisen einen wichtigen Beitrag leisten können, um Prozesse im Wohnungsbau, beim staatlichen Bauen und in der Verkehrsinfrastruktur zu beschleunigen. Entscheidend sei, gemeinsam mit der Bauwirtschaft die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und innovative Lösungen in die Praxis zu bringen.
Rahmenbedingungen weiter verbessern
Damit serielles und modulares Bauen sein volles Potenzial entfalten kann, sind aus Sicht des Bayerischen Bauindustrieverbandes weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen erforderlich. Dazu gehören schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, ein innovationsfreundliches Vergaberecht sowie mehr Offenheit gegenüber standardisierten und technologieoffenen Bauweisen.
Ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Bauens
Die Veranstaltung hat gezeigt: Die Bauindustrie verfügt über die Technologien und das Know-how, um die Zukunft des Bauens aktiv mitzugestalten. Serielles und modulares Bauen ist ein wichtiger Baustein, um Bayern schneller, effizienter und nachhaltiger zu bauen.
Weitere Infos
Pressemitteilung vom vbw: Mit neuen Fertigungskonzepten schneller bauen