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Praxistag mit der Universität der Bundeswehr München
Einblicke in die Praxis des Bauingenieurwesens
Bei traumhaftem Berg- und Baustellenwetter machten sich am 12. November 31 angehende Bauingenieure der Universität der Bundeswehr gemeinsam mit dem Bayerischen Bauindustrieverband auf Baustellentour.
In diesem Jahr konnten die Studierenden spannende Bauprojekte unserer Mitgliedsunternehmen besuchen – vom Tiefspezialbau bis hin zum Hochbau:
1. Baustelle: U5 VHB Freiham – Firma Ed. Züblin
Die Studierenden erhielten Einblicke in das Vorhaltebauwerk der U5 in Freiham. Im Fokus standen Spezialtiefbauarbeiten wie Schlitzwand- und Bohrpfahlarbeiten. Besonders interessant war die Herstellung von Ingenieur- und Infrastrukturdeckeln für die Deckelbauweise, bei der Tunnelbereiche überbaut werden. Zudem konnten die Studierenden den Einsatz neuer und moderner Technologien kennenlernen, die den Bauprozess effizienter und nachhaltiger gestalten.
2. Baustelle: Wohnquartier Gilching – schlüsselfertiger Neubau – Firma Markgraf
Hier wurde ein Neubau von 56 Eigentumswohnungen in zwei 3-geschossigen Häusern mit Tiefgarage realisiert. Besonders spannend war der Einsatz von Fertigteilen, die eine beschleunigte Bauweise ermöglichen. Zudem wurden tragende Brettsperrholzwände von Erdgeschoss bis OG 2 eingesetzt – ein nachhaltiges Konzept, das auf Massivbau verzichtet und dennoch hohe Stabilität bietet.
3. Baustelle: Neubau Flughafen München – Parkhaus P8 – Firma Max Bögl
Das Parkhaus P8 ist das größte Parkhausprojekt in der Firmengeschichte. Die Studierenden konnten die Dimensionen des Bauwerks und die anspruchsvollen Kabelleerrohrarbeiten unterhalb des Grundwasserspiegels kennenlernen. Besonders beeindruckend war die Abfangung der Lasten der rund 8 m hohen Winkelstützwand – ein gutes Beispiel für komplexe ingenieurtechnische Lösungen im Hochbau.
4. Baustelle: Neubau eines 18-geschossigen Wohn-Hochhauses – Firma W. Markgraf, Quartier Fürstenried West
Der rund 60 m hohe Wohnturm ist Teil des Nachverdichtungsprojekts „Quartier Fürstenried West“ mit rund 620 neuen Mietwohnungen. Das Wohnhaus umfasst 18 Obergeschosse, eine Dachterrasse und zwei Untergeschosse. Besonders interessant für die Studierenden war die gesamte Fassade, die als nicht tragende, vorgehängte Großtafel-Holzfassade umgesetzt wird – ein modernes, nachhaltiges Konzept für den Hochhausbau.
Bauingenieurwesen in Aktion
Während der Besuche erhielten die Studierenden wertvolle Einblicke in die Abläufe, Zusammenhänge und Besonderheiten jeder Baustelle. Anekdoten aus dem Arbeitsalltag der Verantwortlichen machten deutlich: Der Beruf des Bauingenieurs ist abwechslungsreich, herausfordernd und alles andere als langweilig. Mit Herzblut und Begeisterung meistern die Fachleute täglich ihre Aufgaben – und diese Leidenschaft konnten die Studierenden hautnah erleben.