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Digitalisierung am Bau
Internationale Forschungstrends für Automatisierung und Robotik im Bauwesen
Innovationen entdecken, Wissen teilen, Zukunft gestalten
Wie verändern künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Methoden das Bauwesen? Und welche Impulse ergeben sich daraus für die Zukunft der Bauwirtschaft?
Vom 22. bis 26. Juni 2026 fand an der National University of Singapore die 43. Ausgabe des International Symposium on Automation and Robotics in Construction (ISARC) statt. Anne-Sophie Saffert nutzte die Gelegenheit, internationale Forschungstrends kennenzulernen, sich mit Fachleuten aus aller Welt auszutauschen und Einblicke in innovative Anwendungen für die Baupraxis zu gewinnen.
Für den BBIV bietet die Unterstützung einen direkten Einblick in internationale Entwicklungen, die für die Zukunft des Bauens und insbesondere für die Themen Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz und Fachkräftesicherung relevant sind.
KI und Robotik verändern das Bauen
Mit 451 eingereichten Beiträgen und 1.319 Autorinnen und Autoren aus 222 Institutionen zählte die ISARC 2026 zu den bislang größten Konferenzen ihrer Reihe. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz, BIM, digitale Zwillinge und die Automatisierung von Bauprozessen.
Ein zentraler Eindruck von Anne-Sophie Saffert: KI entwickelt sich zunehmend zu einer verbindenden Ebene zwischen Planung, Baustellendaten, Maschinen und Menschen. Multimodale KI, autonome Baugeräte und robotische Anwendungen eröffnen neue Möglichkeiten, komplexe Bauprozesse effizienter und sicherer zu gestalten.
Internationale Innovationen erleben
Ein besonderes Highlight war der Besuch von The GEAR, dem Technologie-, Forschungs- und Innovationszentrum des japanischen Baukonzerns Kajima. Dort wurde anschaulich, wie Forschung, praktische Erprobung und Technologietransfer ineinandergreifen. Robotische Anwendungen für Schalungsmontage, Verputz- und Farbarbeiten zeigten, wie neue Technologien bereits in konkrete Bauprozesse integriert werden.
Der internationale Austausch machte zugleich deutlich, dass viele Länder vor ähnlichen Herausforderungen stehen – etwa Fachkräftemangel, steigenden Sicherheitsanforderungen und der Notwendigkeit, Produktivität und Digitalisierung voranzubringen.
Impulse für die Bauwirtschaft von morgen
Die Erkenntnisse aus Singapur zeigen: Innovation im Bauwesen bedeutet mehr als den Einsatz neuer Technologien. Entscheidend sind verlässliche Datenstrukturen, praxisnahe Anwendungsfälle und die frühzeitige Einbindung und Qualifizierung der Beschäftigten.
Gerade für den Nachwuchs eröffnet der internationale Austausch wertvolle Perspektiven. Die Möglichkeit, aktuelle Forschung kennenzulernen, eigene Erfahrungen einzubringen und Kontakte über Länder- und Fachgrenzen hinweg zu knüpfen, stärkt den Wissenstransfer und fördert neue Ideen für die Baupraxis.
Die ISARC 2026 hat gezeigt, wie wichtig es ist, Innovation, Forschung und Nachwuchsförderung miteinander zu verbinden, um die Zukunft des Bauens aktiv mitzugestalten.
Den persönlichen Erfahrungsbericht von Anne-Sophie Saffert mit weiteren Einblicken in die Konferenz und ihre Forschung finden Sie hier: