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Energiespeicher Riedl: Schlüsselprojekt für die Energiewende darf nicht länger warten
Bayerische Staatsregierung fordert schnellen Baustart
Die Donaukraftwerk Jochenstein AG, eine Tochter des Energieunternehmens VERBUND, hat beim Landratsamt Passau den Antrag gestellt, den Planfeststellungsbeschluss für den Energiespeicher Riedl mit sofortiger Wirkung umzusetzen. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, könnten die vorbereitenden Maßnahmen für das Projekt kurzfristig beginnen – auch parallel zu noch laufenden Klageverfahren.
Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger unterstützt diesen Schritt ausdrücklich und betont die Dringlichkeit: Der Energiespeicher Riedl hätte längst realisiert werden sollen. Angesichts der aktuellen Situation, in der erneuerbare Energie teilweise ungenutzt bleibt, sei es nicht länger hinnehmbar, dass wichtige Infrastrukturprojekte durch langwierige Verfahren verzögert werden.
Speicherlücke gefährdet Energiewende
In Niederbayern müssen bereits heute Solaranlagen zeitweise abgeschaltet werden, da die notwendigen Speicherkapazitäten fehlen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Versorgungssicherheit und Stabilität des Stromnetzes.
Aiwanger macht deutlich: Wer die Energiewende ernst nimmt, darf den Ausbau von Stromspeichern nicht blockieren. Der beantragte Sofortvollzug sei ein klares Signal, jetzt entschlossen zu handeln und die Umsetzung nicht weiter hinauszuzögern.
Pumpspeicherkraftwerke als unverzichtbare Infrastruktur
Auch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber unterstreicht die Bedeutung des Projekts. Pumpspeicherkraftwerke seien ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Sie ermöglichen es, überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen zu speichern und bei Bedarf wieder ins Netz einzuspeisen.
Der Energiespeicher Riedl gilt dabei als besonders leistungsfähiges und modernes Projekt in diesem Bereich und könnte eine entscheidende Rolle für die zukünftige Energieversorgung übernehmen.
Leistungsstarker Energiespeicher für Bayern
Mit einer geplanten Leistung von 300 Megawatt und einer Speicherkapazität von 3,5 Millionen Kilowattstunden soll der Energiespeicher Riedl zum größten Stromspeicher Bayerns werden.
Das Pumpspeicherkraftwerk könnte helfen, die derzeit bestehende Diskrepanz zu überwinden: Einerseits wird regional erzeugter Strom nicht vollständig genutzt, andererseits stehen steigende Energiepreise und Fragen der Versorgungssicherheit im Fokus der öffentlichen Diskussion.
Kritik an Projektverzögerungen
Aiwanger kritisiert insbesondere die Verzögerungen durch Klagen und Einsprüche. Solche Blockaden erschwerten die Energiewende erheblich und verhinderten den dringend benötigten Ausbau der Infrastruktur.
Er macht deutlich, dass gerade in Zeiten hoher Energiepreise und wachsender Unsicherheiten Projekte wie Riedl unerlässlich seien, um die Energieversorgung nachhaltig und stabil zu gestalten.
Europäische Bedeutung des Projekts
Die Relevanz des Energiespeichers Riedl reicht weit über Bayern hinaus. Das Projekt wurde erneut in die Liste der „Projects of Common Interest“ (PCI) der Europäischen Union aufgenommen (Stand: 1. Dezember 2025).
Damit zählt Riedl weiterhin zu den strategisch wichtigsten Energieinfrastrukturvorhaben Europas und unterstreicht seine zentrale Rolle für eine erfolgreiche Energiewende auf internationaler Ebene.