Innovationszentrum Digitalisiertes Bauen in Regensburg

Die Bayerische Bauindustrie errichtet als neues Element des TechCampus Regensburg das BUILDING LAB Innovationszentrum zur Digitalisierung des Bauens. Dieses dient dem interdisziplinären Knowhowtransfer zwischen Wissenschaft und Bauwirtschaft. Als Demonstrations- und Entwicklungsumgebung für die Bautechnologien sowie zur Aus- und Weiterbildung der Fachleute für morgen und übermorgen ist das BUILDING LAB der Hotspot für die innovative Nutzung von Daten entlang des gesamten Lebenszyklus von Bauwerken in Bayern. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Interdisziplinarität und praktischem Einsatz von KI, 3D-Druck und BIM (BIM2Design, BIM2Process, BIM2Owner).

Idealer Standort

Mit der Einrichtung eines Stiftungslehrstuhls „Digitalisiertes Bauen“ und gleichnamigen Studienschwerpunkt „Digitales Bauen“ im Master-Studiengang Bauingenieurwesen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg ist seit 1. September 2018 ein Ausrufezeichen gesetzt: Der Standort Regensburg ist ideal: die größte Bauingenieurschule Bayerns nach der TU München bietet zahlreiche interdisziplinäre Schnittstellen (z.B. Gebäudeklimatisierung, Maschinenbau). Gleiches gilt für IRE-BS-Institut der Universität und die TechBase (z.B. BOS/FOS, MINT-Zentren). Vor allem aber liegt das BUILDING LAB im Zentrum einer stärksten Bau-Knowhow-Regionen Europas. Nirgends sonst liegen so viele so starke Baufirmen so eng beieinander, wie in Ostbayern

BUILDING LAB: State of the Art Räumlichkeiten für die Zukunft des Bauens

Interdisziplinarität war dem BUIDLING LAB buchstäblich in die Wiege gelegt. Das Konzept für das Gebäude entstammt einem studentischen Wettbewerb aus 2019 von jeweils Masterstudenten des Bauingenieurwesens Digitalisiertes Bauen (Prof. Obergrießer, OTH Regensburg), des IRE-BS (Prof. Schäfers) sowie Energieeffizientes und nachhaltiges Planen und Bauen (Prof. Lang, TUM).

Die Einrichtungen im Einzelnen:

BIM (Building Information Management): BIM2Field, BIM2Process, BIM2Design, BIM2Owner)

Die Methode BIM schafft die Zusammenführung sämtlicher für ein Gebäude erforderlichen Planungs-, Produktions- und Betriebsdaten in einem virtuellen Modell, dem sogenannten „Digitalen Zwilling“.

  • BIM2Owner – Showroom (27,5 m²): der Bauherr ist Start- und Endpunkt jedes Bauprozesses. 3D-Technologien des Digitalen Zwillings ermöglichen es, Eigentümer und künftige Nutzer eines Bauwerks auf Augenhöhe in die Erstellung des Digitalen Zwillings einzubinden. Das Bauherren-Knowhow von entscheidender Bedeutung für den Erfolg und die Vorteilhaftigkeit digitalen Bauens.
  • BIM2Design-Labor (24m²) und BIM2Design-Seminarlabor (91m², 40 Plätze): Technologien zur Herstellung produktionstauglicher Digitaler Zwillinge sowie deren Weiterentwicklung für die Nutzungsphase sind nur mit leistungsfähiger IT möglich.
  • BIM2Field-Labor (39m²), DigiPort Medienlabor(17 m²) und BIM2Field-Seminarlabor (91m², 40 Plätze): Bislang noch weitgehend Neuland aber von größter Bedeutung ist die Nutzung von BIM-Daten bei Produktion und Montage auf Baustellen, ebenso der Rückfluss von Produktionsdaten von der Baustelle in das As-built-Modell des Digitalen Zwillings.
  • Netzwerk- und Serverraum (17m²): bietet reichlich Platz für modernste IT-Systeme sowie zur Anbindung an externe Netzwerke.
BIM4KI-Labor und Seminarraum

Mit BIM entsteht jetzt auch die Chance für Automatisierung und Robotik auf der Baustelle oder bei der Vorfertigung im Werk mit anschließend automatisierter oder maschinengestützt handwerklicher Montage. KI ermöglicht künftig standardisierbare Verfahren und nutzt Sensorik (z.B. Witterung, Maschinendaten) zur Steuerung komplexer Logistik und Bauabläufe:

  • Das BIM4KI-Labor (106 m², davon 70 m² über zwei Etagen) gestattet besonders hohe Bodenlasten baustellentauglicher Robotik-Hard- und Software kann direkt angeliefert und genutzt werden.
  • Das BIM4KI-Seminarlabor (34 m², 24 Plätze) bietet direkten Einblick in das BIM4KI-Labor für Techniksteuerung und Lehre.
  • Das Medienlabor 3-D-Druck (15 m², 1 Platz) für kleinmaßstäbige additive Fertigung ist ins BIM4KI-Labor eingepasst.
Kreativlabor und Co-Working Space

An den Schnittstellen zwischen Bauingenieurwesen, Architektur, Maschinenbau und Betriebswirtschaft entstehen die großen Chancen für moderne Bauwerke und die Infrastruktur der Zukunft.

  • Das Kreativlabor (110 m², 90 Plätze) ist die interdisziplinäre Area für Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen.
Büros für Wissenschaftler und Assistenten
  • Büros (insg. 99m², 6 Plätze) für Professoren und Assistenten

Gründer- und Begegnungszentrum des Bayerischen Bauindustrieverbandes e.V:

Das BUILDING LAB ist Begegnungsstätte für Handwerk und Industrie, Gründer und Investoren, Wissenschaft, Verwaltung und Politik. Der Bauindustrieverband öffnet das BUILDING LAB als Multiplikator Einrichtung für Events und Demonstrationsvorhaben für alle Bauinteressierten.

Idealer Standort

Kostengünstiger Wohnraum für Regensburg

Ein Drittel der Fläche des BUILDING LAB steht als kostengünstiger Wohnraum vorrangig für Studierende und Wissenschaftler zur Verfügung. Auch dies prägt die kreative Atmosphäre des lebendigen BUILDING LAB Regensburg.