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Bodenwaschanlage MAX WILD

Innovationspreisträger 2026

Ein Leuchtturmprojekt der Kreislaufwirtschaft im Tief- und Straßenbau

Die Bodenwaschanlage im Entsorgungszentrum Eichenberg der Max Wild GmbH steht beispielhaft für eine moderne und leistungsfähige Kreislaufwirtschaft im Tief- und Straßenbau. Sie verwandelt Materialien, die bislang als Entsorgungsproblem galten, in hochwertige und zertifizierte Rohstoffe und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz.

Nassmechanische Aufbereitungstechnologie

Im Zentrum der Anlage steht eine nassmechanische Aufbereitungstechnologie, mit der belastete Böden, Aushubmaterialien, Gleisschotter und Bauschutt in einem mehrstufigen physikalischen Prozess gereinigt werden. Schadstoffe werden gezielt im sogenannten Filterkuchen konzentriert, während gleichzeitig qualitativ hochwertige Sande, Kiese und Splitte entstehen, die den Eigenschaften von Primärrohstoffen entsprechen und als CE-zertifizierte Baustoffe wiederverwendet werden können.

15.000 Tonnen pro Monat

Mit einer Verarbeitungskapazität von rund 15.000 Tonnen pro Monat gelingt es, bis zu 70 bis 80 Prozent der mineralischen Fraktionen zurückzugewinnen. Durch ergänzende bautechnische Verwertungswege werden sogar Gesamtverwertungsquoten von nahezu 99 Prozent erreicht. Dies führt nicht nur zu einer erheblichen Reduzierung des Deponiebedarfs, sondern trägt auch dazu bei, natürliche Ressourcen zu schonen und Stoffkreisläufe im Bauwesen zu schließen.

Ressourcenschonende Betrieb der Anlage

Ein weiterer zentraler Aspekt ist der ressourcenschonende Betrieb der Anlage. Ein geschlossener Prozesswasserkreislauf minimiert den Wasserverbrauch, während der geringe Bedarf an Frischwasser größtenteils durch gesammeltes Regenwasser gedeckt wird. Zusätzlich sorgt eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher für eine energieeffiziente Versorgung und reduziert den CO₂-Fußabdruck des Standorts.

Darüber hinaus setzt die Anlage auch im Bereich Umwelt- und Anwohnerschutz Maßstäbe. Maßnahmen wie Dachbegrünungen, gezielter Artenschutz, reduzierte Lichtemissionen sowie die vollständige Einhausung der Anlage tragen dazu bei, die Auswirkungen auf Umwelt und Umgebung so gering wie möglich zu halten.

Zirkuläre Wertschöpfung

Die Bodenwaschanlage in Eichenberg zeigt eindrucksvoll, wie eine zirkuläre Wertschöpfung in der Bauwirtschaft bereits heute im industriellen Maßstab umgesetzt werden kann. Sie bietet eine skalierbare Antwort auf zentrale Herausforderungen wie Ressourcenknappheit, steigende Deponiekosten und Klimaschutzanforderungen und macht zugleich deutlich, dass nachhaltiges Bauen nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig ist.

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