Diese Internetseite verwendet Cookies, um die Nutzererfahrung zu verbessern und den Benutzern bestimmte Dienste und Funktionen bereitzustellen.

Hinweis für Ausbildungsbetriebe

Die Hochschule München hat in Zusammenarbeit mit dem BauindustrieZentrum Stockdorf bei München seit 2005 den „Dualen Studiengang Bauingenieurwesen“ eingeführt.

Die Studenten qualifizieren sich dabei parallel in zwei Bildungsgängen: Bachelor of Engineering (Bauingenieur) Facharbeiter =  Beton- u. Stahlbetonbauer / Maurer / Straßenbauer / Zimmerer

Dualer Studiengang – inhaltliche Ausgestaltung

  • Das Studium entspricht inhaltlich exakt dem "Normalstudium" des Bauingenieurwesens an der Hochschule München und wird durch die Bachelorarbeit mit dem Titel „Bachelor eng.“ abgeschlossen.
  • Die Ausbildung im gewählten Ausbildungsberuf findet im Ausbildungsbetrieb selbst und im BauindustrieZentrum Stockdorf bei München statt. Es wird der gesamte Stoff aus den berufsbildbezogenen Lernfeldern gemäß dem Rahmenlehrplan vermittelt. Vom Besuch der Berufsschule sind die Studenten des Dualen Studiengangs Bauingenieurwesen befreit. Den Abschluss der Ausbildung bildet die IHK/HWK – Prüfung zum Facharbeiter.
  • Die Ausbildung gliedert sich in drei Phasen:
    Erste Phase:
    In den ersten 13 Monaten findet die Ausbildung schwerpunktmäßig im gewählten Ausbildungsberuf statt. Lehrveranstaltungen an der Hochschule München werden in dieser Zeit an einem Tag in der Woche während der Unterrichtsblocks im BauindustrieZentrum Stockdorf bei München besucht.
    Zweite Phase:
    Gewerbliche Ausbildung und Studium wechseln sich ab. Diese Phase endet mit der Abschlussprüfung vor der IHK / HWK zum Facharbeiter im gewählten Ausbildungsberuf.
    Dritte Phase:
    Im siebten, achten und neunten Semester wird ausschließlich das Studium fortgesetzt. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit.

Dualer Studiengang – Umsetzung in die Praxis

  • Der Auszubildende / Student schließt mit einem, für die Ausbildung im gewählten Berufsbild zugelassenen und bei der zuständigen IHK / HWK eingetragenen Ausbildungsbetrieb nach seiner Wahl einen Berufsausbildungsvertrag über 36 Monate mit dem Ziel der Ablegung der Facharbeiterprüfung im gewählten Ausbildungsberuf.
  • Mit dem Berufsausbildungsvertrag wird gleichzeitig die „Zusatzvereinbarung zum Berufsausbildungsvertrag“ im Rahmen des Dualen Studiengangs Bauingenieurwesen an der Hochschule München zwischen dem Ausbildenden und dem Auszubildenden / Studenten abgeschlossen.
  • Die Zusatzvereinbarung bezieht sich auf den Berufsausbildungsvertrag und ergänzt ihn für die speziellen Belange des Dualen Studiengangs Bauingenieurwesen.
  • Die zuständige IHK / HWK erhält zur Registrierung den Formular-Ausbildungsvertrag durch den Ausbildungsbetrieb zugesandt. Nach der Registrierung erhält der Ausbildungsbetrieb zwei registrierte Originale zurück.
  • Um die Erstattungsleistungen der Soka-Bau (ULAK) für die Kosten der Ausbildung zu erhalten muss der Ausbildungsbetrieb eine Kopie des registrierten Ausbildungsvertrags an die Soka- Bau (ULAK) senden.
  • Die Erstattung der Ausbildungsvergütung und der überbetrieblichen Ausbildungskosten an den Ausbildungsbetrieb wird von der ULAK in dem tariflich vereinbarten Rahmen gewährt.
  • Der Ausbildungsbetrieb hat ferner eine Kopie des Ausbildungsvertrags und der Zusatzvereinbarung für die dortige Erfassung des Ausbildungsvertrages auch an das BauindustrieZentrum Stockdorf bei München zu schicken.
  • Die Zusatzvereinbarung und der Informations-Flyer der Hochschule München, sowie die gesonderten Hinweise für den Ausbildungsbetrieb und den Auszubildenden/ Studenten können beim Bayerischen Bauindustrieverband e. V., beim Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks und beim Landesverband Bayerischer Bauinnungen unter www.bauindustrie-dual.de, www.zimmerer-ausbildung.de und www.lbb-bayern.de abgerufen werden.
  • Der Besuch der überbetrieblichen Ausbildung im BauindustrieZentrum Stockdorf bei München ist obligatorisch. Der Ausbildende verpflichtet sich, den Auszubildenden / Studenten zum Besuch der überbetrieblichen Ausbildung freizustellen. Der Auszubildende / Student verpflichtet sich, an dieser Ausbildung teil zu nehmen.
  • Die Vergütung des Auszubildenden richtet sich nach den tariflichen Bestimmungen. Genaueres ist in der Zusatzvereinbarung unter § 4 „Vergütung“ geregelt.
    Um eine durchgängige Vergütung auch außerhalb der betrieblichen / überbetrieblichen Ausbildungsblöcke zu gewährleisten und um die finanzielle Handhabung so einfach wie möglich zu gestalten, wird die in jedem Jahr zu zahlende Gesamtvergütung durch 12 Monate geteilt. Entsprechend wird die Erstattung der SOKA angepasst.
  • Der Auszubildende / Student erwirbt während seiner Ausbildungszeit nach den tariflichen / gesetzlichen Bestimmungen und unter Berücksichtigung der tatsächlichen Ausbildungszeiten einen anteiligen Urlaub. Dieser soll, wenn möglich, während der Zeit der betrieblichen Ausbildungsblöcke genommen werden. Genaueres ist in der Zusatzvereinbarung unter § 5 „Ausbildungszeit und Urlaub“ geregelt.

Zusatzvereinbarung zum Berufsausbildungsvertrag

Grundlage für die Ausbildung im Dualen Studiengang Bauingenieurwesen sind der übliche Berufsausbildungsvertrag für gewerbliche Auszubildende zwischen den Studierenden und dem Ausbildungsbetrieb und die Zusatzvereinbarung zum Berufsausbildungsvertrag. Diese berücksichtigt die Besonderheiten der Ausbildung im Dualen Studiengang Bauingenieurwesen.

Berufsausbildungsvertrag und Zusatzvereinbarung sind mit den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern in Bayern abgestimmt.

Auf Anfrage senden wir Ihnen die Zusatzvereinbarung zum Berufsausbildungsvertrag gerne zu.

Ansprechpartnerin:
RAin Susanne Niewalda Bayerischer
Bauindustrieverband e.V.
Hauptgeschäftsstelle Oberanger 32
80331 München
Telefon: +49 89 235003-51
Telefax: +49 89 235003-70
s.niewalda@remove-this.bauindustrie-bayern.de