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10 Jahre Münchner Europakonferenz
Geopolitische Zeitenwende: Wie viel USA braucht Europa?
Am Donnerstag, den 18. Juni 2026, fand in der IHK für München und Oberbayern die Jubiläumsausgabe der Münchner Europakonferenz statt. Unter dem Leitmotiv „Geopolitische Zeitenwende: Wie viel USA braucht Europa?“ wurde das zehnjährige Bestehen der Konferenz begangen – ein Anlass, der sowohl Rückblick als auch Verpflichtung ist.
Jubiläum macht deutlich
Seit nunmehr zehn Jahren steht die Münchner Europakonferenz für intensive Debatten, hochkarätige Begegnungen und den gemeinsamen Anspruch, Verantwortung für ein starkes und handlungsfähiges Europa zu übernehmen. Das Jubiläum machte deutlich, dass dieser Anspruch heute aktueller ist, denn je: In einer Zeit tiefgreifender geopolitischer Verschiebungen und wachsender globaler Unsicherheiten gewinnt die Frage nach Europas strategischer Rolle und seiner Eigenständigkeit neue Dringlichkeit.
Offenes Gespräch
Im Mittelpunkt der Sonderveranstaltung stand ein offenes Gespräch zwischen zwei prägenden Stimmen der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik: Sigmar Gabriel und Manfred Weber diskutierten die strategische Neuausrichtung Europas im Spannungsfeld transatlantischer Beziehungen, europäischer Souveränität und globaler Machtverschiebungen. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie verlässlich die transatlantische Partnerschaft in Zukunft bleibt – und welche politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Konsequenzen sich daraus für Europa ergeben.
Plattform für wirtschafts- und europapolitischen Dialog
Die Veranstaltung wurde eröffnet durch Dr. Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, der die Bedeutung der Europakonferenz als Plattform für wirtschafts- und europapolitischen Dialog hervorhob.
Im anschließenden Podiumsgespräch diskutierten Sigmar Gabriel, Bundesaußenminister a. D. und Vorsitzender der Atlantik-Brücke, sowie Manfred Weber, MdEP und EVP-Partei- und Fraktionsvorsitzender, über Europas Rolle in einer sich wandelnden Weltordnung. Moderiert wurde das Gespräch von der Journalistin und Moderatorin Pinar Atalay, die die Diskussion mit präzisen Fragen und klarem Fokus leitete.
Europa steht vor entscheidenden Weichenstellungen
Den Abschluss der Veranstaltung bildete das Schlusswort von Georg Fahrenschon, Staatsminister a. D. und Vertreter der Regionalgruppe München/Bayern der Atlantik-Brücke, der den Bogen von der politischen Debatte hin zur praktischen Verantwortung für Wirtschaft und Gesellschaft spannte.
Das Jubiläum der Münchner Europakonferenz machte deutlich: Europa steht vor entscheidenden Weichenstellungen. Die Frage nach der Zukunft der transatlantischen Beziehungen ist dabei untrennbar verbunden mit der Fähigkeit Europas, eigenständig und geschlossen zu handeln.