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Bayrische Bauindustrie

Unternehmertag
der Bayerischen Bauindustrie
Würzburg 2009

Presse-Information vom 1.4.2009 
„Jede Krise ist auch eine Chance. Die Chance dieser Krise ist, dass der Wert und die Bedeutung des Bauens für die Gesellschaft wieder erkannt wird – und zwar nachhaltig“, sagte Prof. Thomas Bauer, Präsident des Bayerischen Bauindustrieverbandes, heute beim Unternehmertag 2009 der Bayerischen Bauindustrie in Würzburg.

 

Als Reaktion auf die Finanzkrise verlangt Bauer vor allem, schnell zu handeln. Bauer: „Wenn das Haus brennt, muss man es löschen!“ Wenn der Staat massiv mehr Geld ausgibt, so Bauer, dann muss er es für das Richtige ausgeben, nämlich mehr Bauen. Das habe mehrere Vorteile zugleich, so Bauer: „Bauen erzeugt eben keinen Strohfeuer-Effekt. Bauen setzt eine ganze Wertschöpfungskette in Gang, und das in der ganzen Fläche.“ Der Verbandspräsident erläuterte: „Das erzeugt den Multiplikatoreffekt, der nach seriösen Berechnungen 2,2 bis 2,3 beträgt: Eine Mrd. Euro Bauausgaben bewirken demnach eine Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage um insgesamt 2,2 bis 2,3 Mrd. Euro.“

 

Bauen schafft somit sofort mehr Nachfrage. Und es erhöht die Beschäftigung, erzeugt damit Vertrauen und gibt Hoffnung, dass es wieder besser wird. Bauer: „Und gleichzeitig schaffen wir mit Bauen reale Werte, verbessern unsere Standortqualitäten und haben so die Chance, gestärkt aus dieser Krise heraus zu kommen. Eine hochleistungsfähige Verkehrsinfrastruktur zu bauen, das ist genau die Chance, die wir jetzt ergreifen müssen.“

 

Die Bayerische Bauindustrie habe sich die Ertüchtigung und den Ausbau des bayerischen Schienennetzes schon vor der Finanzkrise auf die Agenda gesetzt. Daher kann der Verband jetzt auf umfangreiche Studien zurückgreifen, die das Logistik-Kompetenz-Zentrum Prien in dessen Auftrag zusammen mit der Technischen Universität München und dem Fraunhofer-Institut erstellt hat.

 

Eine stabile und hohe Qualität können wir jedoch nur erzielen, wenn wir uns ehrgeizige Ziele setzen. Im Drei-Ebenen-Modell der Bayerischen Bauindustrie haben wir diese Ziele zusammengefasst:

 

1. Ein bayerisches Hochgeschwindigkeitsnetz
    mit einer Zielgeschwindigkeit von 300 km/h,

 

2. Regionalverbindungen mit einer Zielgeschwindigkeit von 180 km/h,

 

3. Nahverkehrsstrecken mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h.

 

Das politische Ziel des Bayerischen Bauindustrieverbandes ist es, so Bauer, dafür zu sorgen, dass die Zuständigkeit für das bayerische Schienennetz auch von Bayern aus wahrgenommen werden kann. Es muss daher dort die Zuständigkeit geschaffen werden, wo Streckenverantwortung und Betriebsinteresse zusammentreffen, nämlich in den Ländern. Deshalb müssen die Bundesländer ein uneingeschränktes Wahlrecht erhalten, im Einvernehmen mit dem Bund einzelne Schienenprojekte an sich zu ziehen.

 

Genau so wie sich die Auftragsverwaltung im Bundesfernstraßenbau bewährt hat, so wird diese auch das deutsche Schienennetz befördern. Dazu muss der Grundgesetz-Artikel
87 e entsprechend geändert werden.

 

Der Hauptverkehrsträger ist und bleibt die Straße. Gefordert ist hier speziell der Bund: Wir brauchen endlich leistungsfähige Achsen in die dynamischen Wirtschaftsräume in Osteuropa. Und wir brauchen endlich weitere leistungsfähige Bundesstraßen als Querverbindung unserer Autobahnen.

 

Abschließend forderte Bauer in diesem Zusammenhang: „Eine Lehre aus der Finanzkrise muss auch sein, dass wir die öffentlichen Bauetats dauerhaft höher ausstatten. Nicht zur Krisenbewältigung, sondern zur nachhaltigen Entwicklung unseres Landes.“ Vor allem, so Bauer: „Es darf deshalb nicht passieren, dass nach Auslaufen des Konjunkturpakets II die Bauetats wieder total absacken und die Bauwirtschaft, die man in der Krise gut gebrauchen konnte, ein weiteres Mal die Anpassungslast schultern muss.“

 

Letzte Änderung: 29.März 2010
 BBIV-Mitgliederversammlung 2009
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Bau
reale Werte

Reden anlässlich der öffentlichen
Vortragsveranstaltung  beim Unternehmertag 2009

der Bayerischen Bauindustrie
am 1.4.2009 in Würzburg:

 

Grußwort des Oberbürgermeisters
der Stadt Würzburg Herr Rosenthal
 

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Festvortrag des Bundesministers
für Wirtschaft und Technologie
Dr. Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg, MdB,
 

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- Download Video (WMV-Datei)

 

Rede des Präsidenten
des Bayerischen Bauindustrieverbandes
Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer

- Download Redetext (PDF-Datei)

- Download Video (WMV-Datei)

 

 

Abschlussrede des Präsidenten
des Bayerischen Bauindustrieverbandes e.V.
Herr Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer

- Download Redetext (PDF-Datei)

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Anlässlich der BBIV-Mitgliederversammlung 2009
neu erschienene Printmedien:

 

 

Geschäftsbericht des
Bayerischen Bauindustrieverbandes e.V.
für das Jahr 2008

 

i.d. April 2009

 

Bauen und Bildung
-Lebenslanges Lernen in der Bayerischen Bauindustrie

 

Am Bau wird wieder gelacht
-BAUCAMP