Thomas Bauer: Weniger Flächeninanspruchnahme
durch Hightech-Lösungen
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(bbiv) München. Der Bayerische Bauindustrieverband tritt dem Bündnis zum Flächensparen bei. „Das Bündnis bildet ein Forum, um für Bayerns Städte und den ländlichen Raum moderne Strategien zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Siedlungsstrukturen und der Infrastruktursysteme voranzubringen. Eine nachhaltige ressourcensparende Siedlungsentwicklung ist eine wesentliche Stellschraube für Erhalt und Schaffung attraktiver und lebenswerter Städte und Gemeinden in Bayern. Der Bayerische Bauindustrieverband betrachtet das Bündnis zum Flächensparen als eine großartige Möglichkeit, attraktive und wirtschaftliche Lösungen einzubringen, die das Flächensparen mit dem Wissen und Können unserer Bauingenieure und mit dem Know-How der Bauindustrie zusammen bringen“, sagte der Präsident des Bayerischen Bauindustrieverbandes, Professor Thomas Bauer, bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Umweltstaatssekretärin Melanie Huml anlässlich der Unterzeichnung der Beitrittserklärung des Bayerischen Bauindustrieverbandes zum Bündnis zum Flächensparen in Bayern. Melanie Huml betonte: „Jeder Hektar Fläche ist wertvolles Zukunftskapital und ein Stück lebenswerte Heimat. Flächensparen gewährleistet, dass den nachfolgenden Generationen Entwicklungsmöglichkeiten erhalten bleiben. Es trägt auch dazu bei, Bayerns Schönheit und die Einzigartigkeit seiner Natur zu bewahren.“ Bereits 2003 wurde dazu als bundesweit erste derartige Initiative das „Bündnis zum Flächensparen” gegründet, an dem 43 Partner – u.a. kommunale Spitzenverbände, Umweltverbände, Kirchen, Universitäten, Planer und Architekten beteiligt sind. „Flächensparen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“ Deshalb soll der Flächenverbrauch weiter reduziert werden. „Wir wollen die Kommunen bei der flächensparenden Siedlungsbauweise unterstützen“, so Huml.
Flächensparender Umgang mit der Ressource Boden und die Bautätigkeit müssen keine Gegensätze sein, denn ein vorrangiges Bauen im Bestand birgt für Bayerns Bauwirtschaft enorme Potenziale. „Wir müssen in Bayern sowohl in den Städten wie im ländlichen Raum moderne Lösungen anwenden, um den Siedlungsraum intensiver als bisher zu nutzen. So sparen wir Energie und natürliche Ressourcen. Das hilft uns, den demographischen Herausforderungen zu begegnen, vor denen unsere Gesellschaft steht“, so Bauer. „Besondere Chancen ergeben sich durch die intelligente Verknüpfung von Siedlungsstrukturen und der Verkehrsinfrastruktur in den Innenstädten. Zum Beispiel können durch die Verlagerung des fließenden und ruhenden Verkehrs in den Untergrund freie Flächen inmitten der urbanen Zentren mit enormen zusätzlichen Nutzwerten entstehen.“ Die Bayerische Bauindustrie verfügt über die dazu benötigten Hightech-Lösungen. Sie bietet auch innovative, in anderen Ländern aber bereits vielfach erprobte Strategien und Vertragsmodelle zur Umsetzung an.
„Das bayerische Bündnis zum Flächensparen hat in den letzten Jahren vieles zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme in Bayern geleistet. Wir nehmen die Chance, im konstruktiven Dialog zusätzliche Impulse zu geben, gerne an“, so Bauer abschließend.
Der Bayerische Bauindustrieverband ist die Interessenvertretung der bayerischen Bauindustrie. Seine Mitgliedsunternehmen tragen den Verband über ihre Mitgliedsbeiträge; die Mitgliedschaft ist freiwillig. Der Bayerische Bauindustrieverband versteht sich als Stimme und Sprachrohr des Baus in Bayern. Im bayerischen Bauhauptgewerbe gab es zuletzt rund 13.500 Bauunternehmen. Der Großteil davon sind Kleinfirmen mit weniger als 20 Beschäftigten. Der Bayerische Bauindustrieverband versteht sich als Interessenvertreter der größeren Bauunternehmen. Das sind rund 370 Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten: Sie erbringen die Hälfte der Bauleistung und bieten über ein Drittel der Arbeitsplätze des bayerischen Bauhauptgewerbes.
V.i.d.P.: Dr. Josef Wallner