Im Rahmen der Bezirksversammlung des Bayerischen Städtetages in Freyung haben am 27. April 2005 der Bayerische Bauindustrieverband e.V. und die niederbayerischen Städte eine gemeinsame Resolution verabschiedet: Sie fordern eine Milliarde Euro zusätzlich für Infrastrukturmaßnahmen in der Region. "Straßen und Schienen sind längst noch nicht in einem Zustand, wie wir ihn im Zentrum der erweiterten Union längst bräuchten", so der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Städtetages für Niederbayern, Bürgermeister Riedl aus Pfarrkirchen. Es könne nicht angehen, dass Niederbayern im Wettbewerb der Regionen hoffnungslos ins Hintertreffen gerate und der jungen Generation kein Ausweg außer der Abwanderung bliebe.
"Der Skandal besteht weiter darin, dass wir tatenlos zusehen, wie die Nachbarregionen in Oberösterreich und Tschechien ihre Verkehrswege schnell und strategisch auf die neue Situation ausrichten", so Gerhard Hess.
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Die derzeit abschätzbare Entwicklung der Investitionsmittel ließe hingegen keinen anderen Schluss zu, als dass praktisch alle zentralen Entwicklungsachsen Ostbayerns -seien es die Autobahnen A94 oder A3 oder auch die Bundesstraßen B20, B15neu, B85, B11 oder B12- bis zum Jahr 2020, anstelle aus- gebaut zu werden, eher noch durch Verschleiß an Leistungskraft verlieren. So die Einschätzung des Bezirksvorsitzenden Walter Arnold, der gleichzeitig die Privatfinanzierung wenigstens der Autobahnen über ein Modell analog der österreichischen ASFINAG als einzigen Ausweg aufzeigte.
Besonders bedauerte die Konferenz die Tatsache, dass die kleinräumige Vernetzung Ostbayerns mit Tschechien durch Staatsstraßen und kommunale Straßen weiterhin fehlt. Auch fehle der politische Mut, sich für eine leistungsfähige Bahntrasse zwischen Ostbayern und Tschechien einzusetzen. Diese sei als Teil einer Verkehrsachse Talin-Marseille als große Chance zu verstehen.
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