Forscherdrang schon im Kindergarten:
Technik-Begeisterung der Kleinsten im BauindustrieZentrum München-Stockdorf
ausgezeichnet
„Wir brauchen Menschen, die von Technik begeistert sind. Und nur wenn wir schon bei den Kleinsten beginnen, Interesse und Verständnis für Technik und Naturwissenschaft zu fördern, werden wir auch in Zukunft die Fachkräfte und Ingenieure haben, die wir in Bayern und in unserer Bauindustrie brauchen“, erklärt Rechtsanwältin Susanne Niewalda, Leiterin des Bereichs Arbeitsrecht, Sozialpolitik und Berufsbildung des Bayerischen Bauindustrieverbandes e.V., am 16. Juli 2010 beim großen Kinder- und Familienfest des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e.V. (bbw), für das das BauindustrieZentrum München-Stockdorf des Bayerischen Bauindustrieverbandes e.V. seine Türen öffnete. „Sowohl Mädchen als auch Buben leben hier ihren Forscherdrang frei aus. Kann das geweckte Interesse das ganze Jugendalter hindurch aufrechterhalten werden, müssen wir uns über qualifizierte Nachwuchskräfte in der Hightech-Branche Bau keine Sorgen mehr machen!“
Unter dem Motto „Es funktioniert?! – Kinder in der Welt der Technik“ lädt das bbw im Rahmen der Initiative „Technik-Zukunft in Bayern“ alljährlich zum Kindergartenwettbewerb mit großer Preisverleihung ein. Gerade Kindergärten sind Orte, an denen schon die Kleinsten gemeinsam mit Ihren Erzieher/Innen ihrer Neugier folgen und dabei spielerisch immer neue Seiten der Welt entdecken. Der Kindergartenwettbewerb soll gezielt die Auseinandersetzung mit technisch-naturwissenschaftlichen Themen fördern. Begleitet von Erzieher/Innen entwickeln die Kinder dabei in Projektarbeit altersgerechte Lösungen zu einer selbst gewählten technischen Frage aus ihrem Alltag; der Projektverlauf und die gewonnenen Erkenntnisse werden von den Erzieher/Innen anschaulich dokumentiert.
„Wir können nicht allein von Dienstleistung leben. Die Technik hat sowohl in der Forschung und Entwicklung als auch in der Produktion einen elementaren Stellenwert und ist das Fundament der Deut-schen Wirtschaft“, konstatierte Dr. Marcel Huber, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, bei seinem Grußwort vor der Preisverleihung. „Aus diesem Grund bin ich – auch persönlich – begeistert von dieser Veranstaltung und dem Engagement aller Beteiligten – dem Engagement der Veranstalter, der Erzieher/Innen, der Eltern und allen voran der Kinder.“
Die Jury – fünf Pädagogen und Bildungsexperten aus verschiedensten Bereichen – zeichneten von den 50 teilnehmenden Kindergärten aus ganz Bayern die drei Erstplatzierten und fünf weitere besonders bemerkenswerte Projekte aus. Die Arbeiten der jeweiligen Kindergärten wurden im Rahmen einer kleinen Projektausstellung präsentiert.
Der erste Platz ging an den Kindergarten St. Anna aus dem niederbayerischen Büchlberg. Dort haben sich die Kinder ausgiebig mit einem Fotoapparat und den Themen „Licht und Farbe“ beschäftigt.
Den zweiten Platz teilten sich die Kinder des Kinderhauses Sonnenschein aus Wertingen, die aus einem alten Tageslichtprojektor einen multifunktionellen Roboter gebastelt haben und die Jungen und Mädchen des Caritas Kindergartens St. Sebastian aus Rauhenebrach mit dem Beitrag „Wenig Kraft, große Wirkung, warum geht es mit dem Hebel leichter?“.
Als bemerkenswerte Projekte wurden der Gemeindekindergarten Regenbogen in Weßling für seine „Zahnarztpraxis“, der Kindergarten St. Margaretha aus Auerbach für seine „Bewässerungsanlagen“, das Montessori Kinderhaus St. Franziskus aus Gundelfingen für das Thema „Spiegel“, der Regenbogen Kindergarten und Kinderhort aus Thalmässing für seine „Wetterforschung“ und die Städtische Kindertagesstätte Ulrich-Schiegg-Straße aus Augsburg für „Magnetismus“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung wurde von einem bunten Programm mit einer Vielzahl von Spiel- und Entdeckungsstationen umrahmt.
Die Mitarbeiter des BauindustrieZentrums München-Stockdorf hatten das gesamte Gelände des gut ausgestatteten Bau- und Bildungszentrum zuvor in ein wahres Kinderparadies verwandelt und so konnten sich die Kinder bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen nach Herzenslust austoben und ihrem Spiel- und Forschungsdrang freien Lauf lassen. Professionelle Kinderbetreuer kümmerten sich um die kleinen Forscher und leiteten sie an den einzelnen Bau- und Spielstationen an.
<Autor/in: Jeanette Hübner>