Erfolgreiches BauCamp 2010:
Viele haben die Chance genutzt!
Viele Jugendliche suchen einen Ausbildungsplatz für einen guten Start in ein zukunftsfähiges Berufsleben. Gleichzeitig suchen viele Unternehmen händeringend nach qualifizierten Nachwuchskräften. Um diese beiden Seiten zusammenzubringen, lud der Bayerische Bauindustrieverband e.V. auch in diesem Jahr wieder unter dem Motto „Am Bau wird wieder gelacht“ interessierte Jugendliche und Firmenvertreter zum JobCasting ins BauCamp ein. Aufgrund der großen Nachfrage in ganz Bayern fand das BauCamp am Freitag, den 19. Februar 2010 erstmalig zeitgleich in den BauindustrieZentren München-Stockdorf und Nürnberg-Wetzendorf statt. „Mit unserem BauCamp möchten wir Jugendlichen zeigen, welche Möglichkeiten und Zukunftschancen die modernen Bauberufe bieten und ihnen mit einem Ausbildungsplatz für September 2010 einen guten Start ins Berufsleben ermöglichen“, erklärt Rechtsanwältin Susanne Niewalda, Leiterin des Bereichs Arbeitsrecht, Sozialpolitik und Berufsbildung des Bayerischen Bauindustrieverbandes e.V. „Und das Engagement hat sich für viele der Teilnehmer gelohnt, denn wir konnten zahlreiche Kontakte zwischen den Jugendlichen und interessierten Firmenvertretern vermitteln und es wurden bereits etliche Baustellenpraktika und weiterführende Gesprächstermine vereinbart!“
BauCamp – das Erfolgskonzept
Das BauCamp, das im Jahr 2007 erstmals als Pilotprojekt zur Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung in München-Stockdorf gestartet wurde, bietet Jugendlichen die Gelegenheit, sich in der Praxis der Bauberufe zu beweisen und sich dabei an Ausbildungsfirmen zu empfehlen. Die Teilnehmer erleben, welche Anforderungen und Aufgaben ein Bauberuf mit sich bringt und welche Chancen der Fortbildung und des Aufstiegs bestehen. Für die namhaften Baufirmen, die die Veranstaltung begleiten und die teils mit einer Vielzahl unterschiedlicher Ausbildungsplätze aufwarten, bietet sich die Möglichkeit, im Verlauf des Camps qualifizierte, motivierte und passende Jugendliche als Bewerber für die vakanten Stellen auszuwählen. „Die Konzeption und der hohe Praxisbezug dieses JobCastings haben Vorteile für beide Seiten: Die Jugendlichen müssen keine Bewerbungen schreiben oder theoretische Vorstellungsgespräche durchlaufen und erkennen beim Camp recht schnell, ob ein Bauberuf überhaupt das Richtige für sie ist. Gleichzeitig ersparen sich die Firmen aufwändige Ausschreibungs- und Auswahlverfahren, denn beim BauCamp sehen die erfahrenen Ausbilder viel besser und schneller, wer für eine Ausbildung am Bau geeignet ist und wer nicht“, erläutert Susanne Niewalda das erfolgreiche Konzept. Ein Firmenvertreter bestätigt den Erfolg auch aus Unternehmersicht: „Wir nutzen inzwischen das BauCamp bevorzugt als Auswahlinstrument für unsere Azubis. Auch wenn wir eine Initiativbewerbung erhalten, bitten wir den Bewerber, direkt am BauCamp teilzunehmen, damit wir uns dort einen besseren Eindruck von ihm verschaffen können.“ Die Ausbildungsinitiative wird neben dem Bayerischen Kultusministerium von der Bundesagentur für Arbeit, dem Bayerischen Elternverband e.V., dem Bayerischen Lehrerverband e.V. und der Perspektive Jugend unterstützt.
BauCamp Südbayern (17.-19. Februar 2010)
Beim BauCamp Südbayern präsentierten sich 22 junge Männer im BauindustrieZentrum München-Stockdorf einer Reihe von beeindruckten Firmenvertretern. Nach den ersten Einweisungen in die Bauberufe und Vorbereitungen an den beiden Vortagen zeigten sie ihr Können in der Praxis und errichteten vor den Augen der Zuschauer ihr Bauwerk: Ein Gerätehaus in Fachwerkbauweise, welches nun als Schenkung an die Bergwachtbereitschaft Rosenheim geht. Das Material zum Bau des Hauses wurde von den Bayerischen Staatsforsten gespendet. Die Resonanz der Firmenvertreter auf das Auftreten und die Leistung der Jugendlichen war durchweg positiv: „Ich habe hier heute sehr interessante Jugendliche kennengelernt, die auf mich einen richtig guten Eindruck machen.“
BauCamp Franken (19. Februar 2010)
Das BauCamp Franken war mit 18 Teilnehmern im BauindustrieZentrum Nürnberg-Wetzendorf ebenfalls gut besetzt. Die Jugendlichen waren mit Spaß bei der Sache, absolvierten zunächst einen kleinen Wissenstest und arbeiteten danach unter Anleitung der Ausbildungsmeister an vier Stationen aus den Bereichen Mauern, Zimmern, Pflastern und Rohrleitungsbau. Als Höhepunkt präsentierten sie die selbst erarbeiteten Werkstücke dann den anwesenden Ausbildungsfirmen. Die Firmenvertreter wurden von den motiviert arbeitenden Teilnehmern schnell überzeugt und auch die Leiterin des Bereichs Bautechnik und Ausbildung in Nürnberg-Wetzendorf, Frau Claudia Eder, bestätigte: „Mit den Jungs kann man richtig gut arbeiten.“ Einer der Ausbildungsleiter eines namhaften Gleisbauunternehmens erläuterte das weitere Vorgehen aus seiner Sicht: „Da werden wir noch eine Schnupperlehre und ein Gespräch in der Firma stattfinden lassen, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass der eine oder andere, der sich hier präsentiert hat, gut in unsere Firma passen wird.“