Projekt „Schule-Wirtschaft“:
Experten für eine erfolgreiche Zukunft
Die Industrie sucht händeringend nach qualifizierten Arbeitskräften. Dennoch ist es für Jugendliche, insbesondere für Hauptschulabgänger, oft sehr schwer, ihren Weg von der Schule in eine gute Ausbildung und damit in eine viel versprechende berufliche Zukunft zu finden. Viele von Ihnen gelten als nicht ausbildungsfähig, da grundlegende schulische Kenntnisse in Hauptfächern wie Deutsch und Mathematik nicht vorhanden sind. Bei vielen anderen mangelt es jedoch dagegen an der Unterstützung aus dem Elternhaus und damit an der nötigen Information und Orientierung.
Diesem Problem entgegenzuwirken und die Kluft zwischen Schule und Wirtschaft zu schließen, hat sich der Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft zum Ziel gesetzt. Im Rahmen der Initiative „Schule-Wirtschaft-Experten“ werden Hauptschullehrkräfte aus ganz Bayern zu solchen Experten ausgebildet. Zukünftig soll es ihre Aufgabe sein, Netzwerke und Partnerschaften zwischen Schulen und Wirtschaftsunternehmen aufzubauen, Kontakte zu pflegen, die Kommunikation zu verstärken, Projekte zu managen und Schulmarketing zu betreiben oder einfach Schülern und deren Eltern mit Information und Beratung zur Verfügung zu stehen.
Das Projekt „Schule-Wirtschaft“ wird sowohl vom Bayerischen Kultusministerium als auch von verschiedenen Industrieverbänden unterstützt. Auch der Bayerische Bauindustrieverband e.V. sieht sich in der Verantwortung, einen maßgeblichen Beitrag zu der Initiative zu leisten. Für den Startschuss der Bildungsinitiative am 22. April 2009 stellte die Bayerische Bauindustrie das Gelände und die Räumlichkeiten ihres BauindustrieZentrums Nürnberg-Wetzendorf zur Verfügung: Insgesamt 76 Lehrer aus den verschiedenen Schulamtsbezirken bewarben sich bei dieser Auftaktveranstaltung, um sich im Laufe eines Jahres in drei Veranstaltungsmodulen zum Schule-Wirtschaft-Experten ausbilden zu lassen.
Hauptschüler sind ein wichtiger Adressat für die Bauindustrie. „Es gibt in unserer Branche eine Vielzahl an Ausbildungsberufen, wie Baugeräteführer, Stahlbetonbauer, Mechatroniker, Straßenbauer u.v.m., für die die jungen Leute in Frage kommen“, erklärte Susanne Niewalda vom Bayerischen Bauindustrieverband anlässlich der Auftaktveranstaltung. Mit handwerklicher Begabung und technischem Verständnis, aber natürlich auch einem entsprechenden Basiswissen in Mathematik und Deutsch, lasse sich mit einer Ausbildung in der Bauindustrie ein guter Grundstein für eine sichere berufliche Zukunft legen, so Niewalda weiter.
Die Chancen, die sich durch eine Bildungsinitiative wie den „Schule-Wirtschaft-Experten“ für alle Seiten bieten, sind immens. Denn Schüler erhalten fundierte Informationen zu verschiedenen Branchen und Berufen und haben die Möglichkeit, über Betriebsbesichtigungen und Praktika in die Arbeitswelt hineinzuschnuppern. Der Industrie wird gleichzeitig die Gewinnung qualifizierter Nachwuchs- und Fachkräfte erleichtert.